Bluthochdruck, medizinisch als Hypertonie bezeichnet, liegt vor, wenn der Blutdruck dauerhaft über 140/90 mmHg erhöht ist. Diese weit verbreitete Erkrankung entsteht durch verschiedene Faktoren wie genetische Veranlagung, Übergewicht, Stress, Bewegungsmangel und salzreiche Ernährung. In Deutschland sind etwa 30% der Erwachsenen von Bluthochdruck betroffen.
Bluthochdruck wird oft als "stiller Killer" bezeichnet, da er lange Zeit symptomlos verläuft. Mögliche Anzeichen können Kopfschmerzen, Schwindel, Herzklopfen oder Nasenbluten sein. Zu den Hauptrisikofaktoren gehören fortgeschrittenes Alter, Diabetes, Rauchen und familiäre Vorbelastung.
In deutschen Apotheken sind verschiedene bewährte Blutdrucksenker erhältlich:
Neben der medikamentösen Therapie sind Lebensstiländerungen essentiell: salzarme Ernährung, regelmäßige Bewegung, Gewichtsreduktion, Stressabbau und Verzicht auf Nikotin verstärken die Wirkung der Medikamente erheblich.
Herzrhythmusstörungen umfassen verschiedene Störungen des normalen Herzschlags. Vorhofflimmern ist die häufigste Form und erhöht das Schlaganfallrisiko. Tachykardie bezeichnet einen zu schnellen Herzschlag (über 100 Schläge/Minute), während Bradykardie einen zu langsamen Puls (unter 60 Schläge/Minute) beschreibt.
Betroffene verspüren oft Herzrasen, Herzstolpern, Schwindel, Atemnot oder Brustschmerzen. Die Diagnose erfolgt mittels EKG, Langzeit-EKG oder Event-Recorder. Bei anhaltenden Beschwerden ist eine kardiologische Abklärung unerlässlich.
Die Therapie richtet sich nach der Art der Rhythmusstörung. In Deutschland verfügbare Medikamente umfassen:
Bei plötzlich auftretendem Herzrasen, Bewusstlosigkeit, starken Brustschmerzen oder Atemnot sollte umgehend der Notarzt gerufen werden. Auch bei wiederkehrenden Herzrhythmusstörungen ist eine fachärztliche Behandlung notwendig.
Die Herzinsuffizienz ist eine chronische Erkrankung, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Man unterscheidet zwischen systolischer Herzinsuffizienz, bei der die Pumpkraft des Herzens vermindert ist, und diastolischer Herzinsuffizienz, bei der die Füllung des Herzens beeinträchtigt ist.
Die Herzinsuffizienz entwickelt sich in verschiedenen Stadien, beginnend mit Belastungsdyspnoe bis hin zu Atemnot in Ruhe. Typische Symptome sind Müdigkeit, Wassereinlagerungen in den Beinen und verminderte Leistungsfähigkeit.
Die moderne Herzinsuffizienz-Therapie umfasst verschiedene Medikamentengruppen:
Regelmäßige ärztliche Kontrollen und tägliche Gewichtsüberwachung sind essentiell. Eine salzarme Ernährung und kontrollierte Flüssigkeitszufuhr unterstützen die medikamentöse Therapie erheblich.
Die koronare Herzkrankheit entsteht durch Arterienverkalkung (Arteriosklerose) der Herzkranzgefäße, wodurch die Durchblutung des Herzmuskels beeinträchtigt wird. Dies führt zu Brustschmerzen (Angina Pectoris), die bei körperlicher oder emotionaler Belastung auftreten.
Bei der stabilen Angina treten Beschwerden vorhersagbar bei Belastung auf, während die instabile Angina bereits in Ruhe auftritt und einen medizinischen Notfall darstellt.
Die Therapie erfolgt sowohl akut als auch langfristig:
Bei Verdacht auf Herzinfarkt sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes können Nitroglycerin-Präparate die Beschwerden lindern.
Chronische Veneninsuffizienz betrifft Millionen von Menschen in Deutschland und führt zu Beschwerden wie schweren Beinen, Schwellungen und Krampfadern. Die Erkrankung entsteht durch eine gestörte Funktion der Venenklappen, wodurch das Blut nicht mehr effizient zum Herzen zurücktransportiert wird.
Zur äußerlichen Behandlung stehen bewährte Präparate zur Verfügung:
Kompressionsstrümpfe sind ein wichtiger Baustein der Therapie und sollten täglich getragen werden. Präventive Maßnahmen umfassen regelmäßige Bewegung, Wechselduschen und das Vermeiden längerer Steh- oder Sitzphasen. Bewegungstherapie und Venengymnastik können die Beschwerden deutlich lindern und das Thrombose-Risiko reduzieren.
Die Kontrolle der Blutfettwerte ist entscheidend für die Herz-Kreislauf-Gesundheit. LDL-Cholesterin sollte je nach Risikoprofil unter 116 mg/dl oder bei Hochrisikopatienten unter 70 mg/dl liegen, während HDL-Cholesterin über 40 mg/dl (Männer) bzw. 48 mg/dl (Frauen) angestrebt wird.
Statine bilden die Grundlage der medikamentösen Cholesterintherapie und hemmen die körpereigene Cholesterinproduktion. Bei Unverträglichkeiten oder unzureichender Wirkung stehen Alternativen zur Verfügung:
Begleitend ist eine Ernährungsumstellung mit mediterraner Diät empfehlenswert. Regelmäßige Laborkontrollen und Leber-Monitoring gewährleisten eine sichere Therapie, besonders in Kombination mit anderen Herz-Kreislauf-Medikamenten.